Mo., 22. März | Kultur- und Kongresszentrum Luzern

Leidenschaftlich - verschoben

Zwei Ensembles aus Luzern - das Orchster Santa Maria und das ZJSO - spannen zusammen! 110 Musiker*innen auf der Bühne - zwei Dirigenten - leidenschaftliche Musik!
Eintrittskarten stehen nicht zum Verkauf

Zeit & Ort

22. März, 19:30
Kultur- und Kongresszentrum Luzern, Europaplatz 1, 6005 Luzern, Schweiz

Über die Veranstaltung

*** das Projekt wird aufgrund der unsicheren Planungslage aufgrund der Coronakrise auf 2023 verschoben. ***

Romeo & Julia, Op. 64Sergej Prokofiew(ausgewählte Stücke aus dem Ballett von D. Yanakiev)

Sinfonie Nr. 6 "Pathétique", Op. 74 h-mollPjotr Ilitsch Tschaikowsky​

Leidenschaftlich

Das  Projekt «Leidenschaftlich» vereint zwei Zentralschweizer Ensembles zu  einem mächtigen Orchesterklangkörper. Das Kooperationsprojekt zwischen  dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO und dem ebenso in  Luzern ansässigen Streichorchester Santa Maria verspricht mit Sergej  Prokofievs «Romeo und Julia» sowie Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Sinfonie  «Pathétique» ein generationenübergreifendes, gemeinschaftliches  Musizieren entlang der unendlichen Leidenschaften, welche diesen Werken  innewohnen – geführt von zwei Dirigenten.

„Ist  Liebe ein zartes Ding? Sie ist zu grob, zu roh, zu wild und sticht wie  Disteldornen“. So heisst es in William Shakespeares berühmter Tragödie  Romeo und Julia, in der die Kraft der Liebe zwei junge Men-schen über  sich hinauswachsen lässt. Wie kaum ein anderer Stoff hat Shakespeares  Theaterstück Ge-nerationen von Künstlern inspiriert. Berlioz, Bellini,  Gounod, Tschaikowsky, Bernstein und viele weitere Komponisten haben  einige ihrer besten Stücken komponiert, inspiriert durch eines der  leidenschaft-lichsten Themen der Musik und der Kunst - die Liebe.

Prokofievs erste „offizielle“ sowjetische  Arbeit war das Ballett „Romeo und Julia“, das gleich auch als einer der  Höhepunkte seines musikalischen Schaffens gilt. Das Ballett wurde im  Sommer 1935 in rasender Geschwindigkeit geschrieben. Doch noch vor der  Uraufführung tauchten Hindernisse auf. So erklärten die Mitglieder des  Bolschoi-Balletts die Musik für untanzbar. Prokofiev verstand nie, dass  diese Schwierigkeiten nichts mit den Noten zu tun hatten, die er zu  Papier brachte; es handelte sich schlicht um das Demütigungsritual, dem  sich jeder sowjetische Komponist unterwerfen musste. Schliesslich fand  die erste Aufführung des Balletts 1938 in Brünn (Tschechoslowakei) unter  der Choreografie des Ballettmeisters Ivo Psota statt. Der Erfolg der  beiden Orchestersuiten aus Romeo und Julia veranlasste die Direktion des  Leningrader Kirow-Theaters, das Ballett doch uraufzuführen. Inzwischen  sind das Ballett sowie dessen adaptierte Suiten wahre Klassiker, welche  nicht mehr aus dem Orchester- und Ballettrepertoire wegzudenken sind.

Die Sinfonie «Pathétique» entstand in Klin,  innerhalb von nur knapp zwei Monaten im Jahr 1893. Es ist das letzte  grosse Werk von Tschaikowsky, welcher kurz nach der Uraufführung im  Oktober desselben Jahres verstarb. Ob er es bewusst als sein eigenes  Requiem komponiert hatte wissen wir nicht. Sicher ist jedoch, dass er in  der Pathétique sein ganz persönliches Schicksal und Leben verarbeitete,  vor allem auch seine Homosexualität. Er sagte selbst: «In diese  Sinfonie habe ich ohne Übertreibung meine ganze Seele gelegt».

Mitwirkende Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO

Orchester Santa Maria Luzern

Jonas Bürgin, musikalische Leitung

Droujelub Yanakiew, musikalische Leitung

Omar Barone, künstlerische Leitung

Markus Güdel, Lichtdesign​, Vorverkauf

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